„Wer glaubt, er könne Frauen vor Unterdrückung schützen, indem er ihnen das Recht auf Selbstbestimmung nimmt, ist selbst ein Unterdrücker.“

Hatice Kahraman hat einen Follow-up-Artikel zu ihren Interviews mit hidschabtragenden jungen Frauen veröffentlicht (habe ich Anfang des Monats verlinkt), in dem sie auf einige Kommentare zu den Interviews antwortet: „Warum für mich Feminismus und Kopftuch zusammengehören“.

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Schwestern im Westen

So lautet der Titel von Verena Jaekels Portraitserie junger muslimischer Frauen aus Berlin. Aus dem Begleittext:

In dieser Arbeit werden Musliminnen aus Deutschland anders gezeigt, als sie üblicher Weise in den Medien dargestellt werden: Die hier portraitierten Frauen tragen das Kopftuch aus freiem Willen, selbstbewusst und aufgrund ihres religiösen Glaubens. Ihre Entscheidung wird jedoch nicht immer geachtet oder vielmehr akzeptiert, sondern mit Misstrauen und Unverständnis betrachtet.

Ich finde die Bilder sehr beeindruckend. Es ist nicht leicht, den Hidschab und seine Trägerinnen überhaupt darzustellen, ohne in die Bedeutung abzugleiten, den der Diskurs des antimuslimischen Rassismus ihm/ihnen gegeben hat.

„Die Frage bleibt, aus welchen Beweggründen ein Verschleierungsverbot angestrebt wird.“

Ein wiederkehrendes Merkmal sogenannter Kopftuchdebatten ist, dass diejenigen, die da eifrig über anderer Leute Kopfbedeckungen debattieren, keine Burka von einem Tschador unterscheiden können. Dieser Gastbeitrag von Miriam auf dem kleinerdrei-Blog ist der beste Artikel zum Thema, den ich bislang gelesen habe. Gefunden über Enno Parks Links der Woche.